Moderne Wissenschaft stützt altes Wissen
DER WALD DES AMUR-TIGERS
Im äußersten Südosten Russlands liegt die Region Primorje. Sie wird beherrscht vom Sichote-Alin-Gebirge, das sich bis in den Südteil der Region Chabarowsk erstreckt. Durch dieses Gebirge strömt der Fluss Bikin bis zur Mündung in den Ussuri, der zugleich die Grenze zu China bildet. Über 80 Prozent dieses Gebiets sind von Urwäldern bedeckt, die eine immense Artenvielfalt aufweisen. Hier wachsen an die 400 Baumarten, darunter arktische Taigagehölze, verschiedenste Laubbäume, aber auch Araliengewächse, die sonst eher in tropischen und gemäßigten Klimazonen zu finden sind. Neben seltenen Vogelarten, von denen die meisten als gefährdet gelten, leben in den Wäldern des Bikin-Gebiets Elche, Kragenbären, Langschwanzgorale, sibirische Moschushirsche – und der majestätische Amur-Tiger.
Doch dieses einzigartige Biotop ist bedroht. Zum einen gefährden Wilderer die Population des Amur-Tigers. Vor allem unter wohlhabenden Russen gilt sein Fell als wertvolles Prestigeobjekt. Zum anderen setzen russische Holzfabrikanten alles daran, Einschlagkonzessionen in den baumreichen Wäldern zu erhalten – selbst in längst ausgewiesenen Naturschutzgebieten. Holzabbau im großen Stil bedroht aber nicht nur Flora und Fauna, sondern auch den Lebensraum der Udehen, der indigenen Volksgruppe, die hier noch ganz traditionell im Einklang mit der Natur lebt: In der warmen Jahreszeit sammeln sie Kräuter, Samen, Früchte und andere Gewächse des Waldes, im Winter leben sie von Jagd, Fischfang und Fallenstellen.
WWF-PROJEKT ZUM SCHUTZ DER BIKIN-REGION
Mit einer Spende leistet die BOSSELER
ABEKING UMWELTSTIFTUNG ihren Beitrag zu einem Projekt des World Wide Fund For Nature (WWF), um den Lebensraum des Amur-Tigers in seiner Vielfalt zu erhalten. In der Bikin-Region kämpft der WWF gemeinsam mit den Udehen gegen die Holzindustrie und ihre Begehrlichkeiten. Am Oberlauf des Bikin besteht bereits seit Längerem ein Schutzgebiet. Zusammen mit den einheimischen Udehen hat der WWF 2009 rund 4.600 Quadratkilometer Waldflächen am Mittellauf des Flusses gepachtet; die Konzession besteht für 49 Jahre. In Kooperation mit der Polizei geht man hier konsequent gegen Wilderer vor. Mitarbeiter des WWF unterstützen die Einheimischen dabei, ihre Lebensweise noch stärker auf Nachhaltigkeit auszurichten. Beispielsweise schulte man Bauern, wie sie ihre Felder mit natürlichen Waldbrandbarrieren aus feuerresistenten Baumarten versehen können, um verheerende Waldbrände zu vermeiden.
Doch die Laubmischwälder des Bikin-Gebiets verdienen nicht nur als Lebensraum des Amur-Tigers und all der anderen dort heimischen Tiere und Pflanzen Schutz. Der Urwald bindet auch eine große Menge an Biomasse und damit Kohlenstoff und spielt dadurch eine bedeutende Rolle für den Klimaschutz. Der Verkauf von Emissionszertifikaten trägt zur Finanzierung des Projekts bei. Weitere Einnahmen erwirtschaften die Udehen durch den Verkauf von Waldprodukten, vor allem der Samen der Korea-Kiefer. Diese sind so groß, dass man sie meist als Nüsse bezeichnet, und besitzen einen hohen Gehalt an Eiweiß und Vitaminen. In der Region sind sie eine wichtige Nahrungsquelle. Trotz dieser Einnahmen ist der Erhalt des Bikin-Schutzgebiets weiterhin nur mithilfe von Spenden zu gewährleisten. Die gute Nachricht: Der nachhaltige Umgang mit den Bikin-Wäldern trägt Früchte und auch die Wilderei konnte eingedämmt werden, so dass bei der letzten Zählung der Tiger bereits ein leichtes Anwachsen der Population festgestellt werden konnte.
Engagement heute für unseren Lebensraum von morgen
KINDER LERNEN UMWELTSCHUTZ
Seit über 20 Jahren setzt sich die Umweltorganisation Green City e. V. für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges München ein. Mit seinen Umweltbildungsprojekten richtet sich der Verein vor allem an Kinder und Jugendliche. Sein Ziel: das Interesse Heranwachsender an klimarelevanten Themen zu wecken. Anschaulich vermittelt Green City Inhalte zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit - vereinfacht dargestellt und angepasst an die Erfahrungswelt von Kindern und Jugendlichen. In den Projekten lernen sie spielerisch, eine Verbindung zum eigenen Alltag zu ziehen. Sie erkunden Möglichkeiten, ihr eigenes Verhalten in Frage zu stellen und zu ändern. Auf diese Weise erfahren die Erwachsenen von morgen, wie sie Tag für Tag ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Lebensweise leisten können.
Die BOSSELER
ABEKING Umweltstiftung unterstützt Green City durch eine großzügige Spende. Hiervon profitieren zwei Projekte des Vereins: die "Energieschule München" und die offene Kindergruppe "Ökolumbini".
Seit 2009 offeriert die "Energieschule München" Umweltbildungsprojekte für Münchner Grund-, Förder-, Haupt- und Realschulen. Themen sind hierbei Energie, Energieeffizienz, regenerative Energien und Berufsperspektiven in diesem Bereich. Die Projekte verschaffen Mädchen und Jungen auf anschauliche und interaktive Weise Zugang zu klimarelevanten Themen. Die Kinder probieren Verhaltensweisen für einen nachhaltigen Umgang mit Energie aus und erwerben so Schlüsselkompetenzen für umweltbewusstes Handeln.
"Ökolumbini" heißt die offene Kindergruppe von Green City. Ökologische Zusammenhänge mit allen Sinnen zu erforschen und zu erleben, steht hierbei im Mittelpunkt. Durch ein abwechslungsreiches Programm vermittelt das Projekt nachhaltige Lebensgestaltung auf kindgerechte Weise. Spielerisch beschäftigen sich die "Ökolumbini" mit Umweltschutz und erproben Möglichkeiten ökologisch sinnvoll zu handeln und so ihre Welt aktiv mitzugestalten.












